Zwanzig Jahre "Frankfurter Resolution"
Im November 1990 brachen europäische Städte auf, um die Drogenpolitik zu reformieren
Drogenprobleme konzentrieren sich vor allem in Städten - die häufig auch Zentren des Drogenhandels sind. In den 1990er Jahren war die Situation in europäischen Städten häufig extrem: Drogenkonsumenten und Dealer versammelten sich in großen sogenannten offenen Drogenszenen, wo Gewalt, mangelnde Hygiene, gemeinsame Spritzenbenutzung und Drogennotfälle durch Überdosierungen an der Tagesordnung waren. In dieser Zeit trafen sich Verantwortliche aus europäischen Städten zur ersten europäischen Städtekonferenz zur Drogenpolitik und kamen zu dem Schluss, dass nicht noch mehr Zeit damit verloren werden sollte, der Utopie einer drogenfreien Gesellschaft anzuhängen. Die Situation erforderte unmittelbares Handeln. Auf dieser Konferenz kamen Vertreter der Städte Amsterdam, Frankfurt, Hamburg und Zürich darin überein, dass alle bisherigen Versuche, Drogen und Drogenkonsum zu eliminieren gescheitert waren. Es mussten neue Modelle entwickelt werden, um der Drogenproblematik in europäischen Städten zu begegnen. Zum Abschluss der Konferenz verabschiedeten sie die Frankfurter Resolution, die feststellte: "der Versuch der Eliminierung des Drogenangebots und Drogenkonsums aus unserem Kulturkreis ist gescheitert (...) In der Drogenpolitik müssen die Prioritäten dramatisch geändert werden.". Damit war der Weg für den so genannten Harm Reduction Ansatz in Europa geebnet. Die Kooperation der Städte führte zur Bildung des Netzwerks "European Cities on Drug Policy" (ECDP), das die Debatte für eine europaweite Harm Reduction Politik maßgeblich vorangetrieben hat.
Realitäten Bureau hat hier die Dokumentation der ersten Städtekonferenz und die Frankfurter Resolution eingestellt (Englisch).
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Thema: Richtig Führen am Arbeiz
Neue Beiträge von Susanne Schardt zu den Themen Delegieren und Führungsstile - in GWI-Newsletter Coaching
"Mehr Teampotenziale durch gezieltes Projektmanagement" (GWI Coaching - Juli 2010)
Ein gutes Team besteht immer aus Mitarbeitern, die unterschiedliche Fähigkeiten einbringen. Diese optimal für ein Vorhaben zu nutzen,beweist echte Führungs-qualitäten.Denn erst durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen lassen sich auch größere und komplexe Projekte bewältigen. Wer erreichen will, dass die Mitarbeiter im Team mitdenken und Eigenverantwortung übernehmen, muss richtig richtig delegieren. Was Sie dabei beachten sollten, beschreibt Susanne Schardt in diesem Beitrag.
"Innovativ Führen - Wählen Sie Ihren Führungsstil" (GWI Coaching - Augusti 2010)
Führungskräfte müssen heute viele verschiedene Rollen ausfüllen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass verschiedene Führungsstile in verschiedenen Situationen flexibel angewendet werden sollten. Die besten Vorgesetzten
sind demnach diejenigen, die unterschiedliche Verhaltensstile anwenden und den richtigen Stil für jede Situation
finden. In ihrem Beitrag beleuchtet Susanne Schardt verschiedene Führungsstile und deren Vor- und Nachteile.
Thema Burnout: "Brennen Sie jetzt nicht aus" (GWI Coaching - Juli 2009)
Je schlechter die wirtschaftliche Lage ist, desto mehr gehört es in vielen Unternehmen zum „guten Ton“, ständig
unter Zeit- und Arbeitsdruck zu stehen. Eine solche Stimmung im Unternehmen wirkt wie ein Sog – und führt im schlimmsten Fall bei Einzelnen zum Burnout.
Entscheidend ist aber nicht unbedingt
die objektive Arbeitsbelastung,
sondern das Maß, wie man sich seelisch unter Druck fühlt. Viele Menschen „schwelen“ lange Zeit, ohne die Symptome oder Folgen des Ausgebranntseins zu erkennen. Susanne Schardt beschreibt Symptome und Warnsignale von Burnout und gibt Tipps wie man gegensteuern kann.
Thema Jobzufriedenheit: "Mehr Zufriedenheit – mehr Engagement" (GWI Coaching - August 2009)
Laut einer Umfrage des IFAK-Instituts von 2008 fühlen sich nur noch 12 % der Beschäftigten ihrem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet und sind mit Motivation und Engagement bei der Arbeit. Gelegentlich ausgepowert sein ist ganz normal. Kritisch wird es, wenn man so demotiviert ist, dass Beschwerden nicht mehr geäußert oder sich darüber
nicht einmal mehr Gedanken gemacht werden. Dann droht die sogenannte "Innere Kündigung". Susanne Schardt gibt in diesem Beitrag Tipps zum Selbstcheck und zeigt Wege, wie Sie sich wieder motivieren können.
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Runder Tisch zur Drogenpolitik in Skopje
Realitäten Bureau berät bei der Zusammenarbeit und Planung
Seit 2007 arbeiten in der mazedonischen Hauptstadt politische Vertreter der 11 Gemeinden Skopjes, Fachleute aus verschiedenen Themenbereichen, Polizei und Drogenhilfeeinrichtungen in einem Koordinationsgremium zusammen, um die Drogenproblematik in der Stadt gemeinsam anzugehen. Bereits im September 2007 hat Realitäten Bureau diesen Arbeitskreis darin beraten, den ersten Aktionsplan zur Drogenpolitik in Skopje auszuarbeiten. Dieser umfasst nicht nur Prävention, Behandlung, Rehabilitation und niedrigschwellige Hilfe für Drogenabhängige, sondern auch Maßnahmen im Bereich urbane Sicherheit, die mit den Hilfemaßnahmen abgestimmt und ausbalanciert werden müssen.
Im Dezember 2009 fand ein einwöchiger Workshop statt, auf dem der erste Aktionsplan zur Drogenpolitik (2008-2010) gemeinsam mit dem Mitgliedern des runden Tisches evaluiert wurde. Um den neuen Aktionsplan auf den Erfahrungen der letzten Jahre und auf den aktuellen Stand der Drogenproblematik in den verschiedenen Gemeinden zuschneiden zu können, wurden gemeinsam Bedarfsanalysen durchgeführt und wesentliche Schwerpunkte für die Zukunft definiert. Auf dieser Basis erfolgt derzeit die Planung für die kommenden zwei Jahre.
Da eine Kooperation in einem so großen und heterogenen Arbeitskreis nicht immer einfach ist, wurde der workshop auch genutzt, um die Arbeit im Team zu verbessern und für die Zukunft klarer zu strukturieren.
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HIV/AIDS und Suchtprävention in Zentralasien
Regionale Ansätze in jugendfreundlicher Prävention
In Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan sind vor allem Drogenkonsumenten von der HIV-Infektion betroffen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der relativ leichte Zugang zu Drogen in dieser Region, die überwiegend aus Afghanistan geschmuggelt werden. Zusammen mit mangelnder Aufklärung und einer nach wie vor weitgehend traditionell geprägten, patriarchalischen Gesellschaft, erhöht sich so das Infektionsrisiko vor allem für junge Menschen. Die GTZ will deshalb in jedem der drei Länder Fachstellen für jugendfreundliche Präventionsarbeit - sogenannte Ressourcenzentren - aufbauen, die Erfahrungen mit HIV/AIDS- und Suchtprävention sammeln und weiterentwickeln. Im Auftrag der GTZ hat Realitäten Bureau im November 2009 eine Planungsmission zur Umsetzung des GTZ Programms durchgeführt. Bei dieser Mission ging es vor allem um die Frage, wie die geplanten Ressourcenzentren für Sucht- und HIV-Prävention gestaltet und wo sie sinnvollerweise angegliedert werden können. Im März 2010 fand das Launching und ein Planungsworkshop für Kirgistan statt, an dem die Projektpartner, wichtige Akteure und Jugendliche als Vertreter der Zielgruppe teilnahmen.
Mehr zu diesem Projekt lesen Sie auf den Seiten der GTZ.
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Drogenhilfe für Frauen in Nepal
Training in Katmandu vom 8. bis 11. September 2009
Wie in vielen Ländern wächst auch in Nepal die Zahl der Frauen, die Drogen konsumieren. Heroin und chemische Drogen sind hier am weitesten verbreitet. Doch wie überall auf der Welt leiden auch in Nepal Frauen noch mehr als Männer unter dem Stigma der Drogenabhängigkeit: Soziale Ausgrenzung und Diskriminierung treiben viele von ihnen dazu, versteckt zu konsumieren und den Hilfsangeboten fern zu bleiben. Inzwischen gibt es jedoch auch in Nepal einige Organisationen, die sich besonders an Drogen konsumierende Frauen richten. Oft arbeiten hier ehemalige Drogenabhängige. Vom 8. bis 11. September 2009 nahmen 22 von ihnen in Katmandu an einem Training teil, das zusammen mit "Recovering Nepal" durchgeführt wurde, einem nationalen Netzwerk von ehemaligen Drogenabhängigen und Organisationen der Drogenhilfe in Nepal.
Das Training widmete sich der Frage, wie Drogen konsumierende Frauen besser mit Hilfsangeboten erreicht werden können, welche Leistungen nötig sind, um diese Angebote auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen zuzuschneiden und wie man über Kooperationen und Vernetzung mit anderen Einrichtungen eine bessere Hilfe für Klientinnen anbieten kann. Es behandelt den Prozess von der ersten Kontaktaufnahme über frauenspezifische Beratung und Weitervermittlung an andere Hilfemaßnahmen, bis hin zu einer umfassenden Projektplanung. Die Resonanz der Teilnehmerinnen war durchweg positiv: "Das Training war hervorragend. Es hat mich sehr motiviert und es sollte mehr solcher Trainings für frauenspezifische Drogenhilfe geben - vor allem auch in der Region."


