Projekte

Projekte

Gesundheitssysteme

Stärkung von Gesundheitsdiensten in Malawi

Das Gesundheitssystem in Malawi besteht aus drei Ebenen, die durch ein Überweisungs-system verbunden sind. Gesundheitsdienstleistungen werden durch ein Netzwerk von öffentlichen und nichtstaatlichen Organisationen erbracht.


Trotz aller Fortschritte gibt es nach wie vor erhebliche Lücken, insbesondere aufgrund unzureichender Investitionen in allen Bereichen des Gesundheitssystems. Die nationale Gesundheitsstrategie 2022-2030 sieht deshalb vor allem Interventionen in die Infrastruktur vor sowie ein koordiniertes Paket von Reformen, die das Gesundheitssystem auf allen Ebenen effizienter machen sollen.


Diesen Prozess unterstützt die GIZ vor allem durch eine Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen grundlegenden Diensten der reproduktiven Gesundheit.


Susanne Schardt unterstützt die GIZ bei der Konzeption der nächsten Programmphase.

Unterstützung der Ukraine

Gesundheitsinformationen für Flüchtende aus der Ukraine


Der Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine hat bisher zu fast 4 Millionen Flüchtenden geführt - und diese Zahl steigt weiter an. Besondere Aufmerksamkeit brauchen Menschen, die an gesundheitlichen Problemen leiden und in europäische Länder fliehen.


Gemeinsam mit der deutschen Consultingfirma GFA Consulting GmbH unterstützt Susanne Schardt von Realitäten Bureau deshalb das EU-finanzierte Public-Health-Projekt in der Ukraine bei der Entwicklung eines Open-Access-Tools mit detaillierten Informationen zur Behandlung, Pflege und Unterstützung von ukrainischen Geflüchteten mit HIV, Tuberkulose, oder Hepatitis sowie Flüchtende, die eine Opioid-Agonisten-Therapie benötigen.


Die Webseite mit ausführlichen Informationen zu allen europäischen Ländern wurde in einem gemeinsamen Launching-Event mit den Partnern am 24.6.2022 gestartet und ist unter dem folgenden Link auf Ukrainisch und Englisch erreichbar: Treatment for Ukraine



Harm Reduction

Verbesserung  von Harm Reduction Angeboten in Thailand


In Thailand werden Drogenhilfeangebote im Bereich Harm Reduction vom Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) finanziert, obwohl das Konzept in Thailand politisch noch relativ neu ist. Derzeit werden längst nicht alle Möglichkeiten der niedrigschwelligen Drogenhilfe genutzt, um die verschiedenen Zielgruppen adäquat zu erreichen.


Patricia Kramarz und Susanne Schardt  unterstützen bereits seit 2017 den Principal Recipient Raks Thai Foundation sowie weitere Nichtregierungsorganisqtionen in einem Prozess, der ihre Leistung und Effektivität verbessern soll.


Basierend auf Situations- und Bedarfsanalysen werden gemeinsam mit Experten der Deutschen AIDS-Hilfe und der Frankfurt University of Applied Sciences Trainings und Beratungen durchgeführt, um die Suchthilfe in den verschiedenen Regionen des Landes zu verbessern und enger mit anderen Dienstleitern zu vernetzen.



Sexuelle Rechte

Stärkung von Mädchenrechten in Sambia


Sambia hat eine vergleichsweise junge Bevölkerung: ca. 35% der Bevölkerung sind junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Jugendliche in Sambia kennen oft weder geeignete Schutzmaßnahmen vor ungewollten Frühschwangerschaften und  Geschlechtskrankheiten oder HIV - noch ihre sexuellen und reproduktiven Rechte. Die HIV-Prävalenz unter ihnen hoch und sowohl  Teenagerschwangerschaften als auch Kinderehen keine Seltenheit.

Zugleich ist in Sambia aber noch keine umfassende Sexualerziehung eingeführt und sowohl Lehrkräfte als auch Gesundheits-dienste tun sich schwer mit einer jugend-freundlichen Wissensvermittlung und Beratung. 


Die GIZ hat in Sambia bereits vor Jahren begonnen, jugendfreundliche Methoden zur Sexualaufklärung und HIV-Prävention einzuführen. Im Rahmen der Dezentralisierung müssen diese nun effizient auch auf Gemeinde- und Distriktebene geplant, budgetiert und umgesetzt werden.


Susanne Schardt hat an einer Prüfmission für dieses Vorhaben teilgenommen und die GIZ bei der Angebotserstellung beraten. Sie unterstützt auch das laufende Vorhaben bei der Berichterstattung und beim Monitoring.

Kooperationen

Verbesserung der bi- und multilateralen Kooperation im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte

Das BMZ unterstützt SRGR sowohl durch bilaterale als auch durch multilaterale Zusammenarbeit. Die Kooperation auf Länderebene beschränkt sich jedoch oft auf einen Informationsaustausch, zum Beispiel in regierungsgeführten Arbeitsgruppen des Gesundheitssektors oder in Geberkoordinierungsgruppen.


Im Auftrag des BMZ hat die GIZ-Sektorinitiative Bevölkerungsdynamik, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte eine Studie zur Analyse von Potenzialen für die Zusammenarbeit zwischen deutschen bilateralen SRGR-Programmen und  multilateralen Programmen in diesem Bereich iniziiert. Konkrete Inputs wurden aus den Projekten der deutschen Entwicklungs-zusammenarbeit in Malawi und Kamerun gewonnen.


Susanne Schardt hat gemeinsam mit lokalen Expert*innen aus Kamerun und Malawi diese Studie durchgeführt.








Projektmanagement

Seminar am Colegio de San Louis Potosi, Mexiko


Unser Teammitglied Birgit Stanzel hat für das Colegio de San Louis Potosi in Mexiko ein Blockseminar in spanischer Sprache entwickelt, das aus drei Kursmodulen von je fünf Stunden besteht. Es basiert auf der Theorie, dass jedes Projekt eine immer wiederkehrende Abfolge von aufeinander aufbauenden Aktionen ist - und damit ein Veränderungsprozess.


Das Seminar stellt zunächst Modelle der partizipativen und kreativen Projektentwick-lung und des Projektmanagements vor. Zugleich werden Methoden und Instrumente diskutiert, die Planungs- und Management-Prozesse erleichtern können. Jedes Modul baut auf den Lernprozessen und gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen der vorangegangenen Module auf.Hier werden eigene Projektideen entwickelt und gemeinsam bewertet.


Obwohl die vermittelten Methoden für persönliche, berufliche, kaufmännische und soziale Projekte gleichermaßen anwendbar sind, legt Birgit Stanzel einen besonderen Schwerpunkt auf Projekte zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der gesellschaftlichen Partizipation. 

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